Moldautreffen

Hallo!

Leider hat der Vorstand des Moldautreffens aus Altersgründen die Aufgabe abgegeben.
Bedauerlicherweise hat sich niemand gefunden, der diese Aufgabe übernimmt.

Einige der Teilnehmer haben aber gesagt, dass sie trotzdem kommen wollen.

Das wäre der 21.-22. Juni

Hymne der Vertriebenen

Hymne der Vertriebenen

 

(Melodie: Wo die Ostseewellen ziehen an den Strand)

 

1.  Nach dem Weltkrieg traten die Dekrete ein.

     Benesch schrieb für Deutsche den Vertreibungsschein.

     |Es war wahr geworden und wir mussten ´raus.

      Viele weinten Tränen um ihr Vaterhaus.|

 

2.  Schimpf und Schande mussten wir dabei erfahr´n.

     Auch für Kind und Greis war es zum Gott-Erbarm´.

    |Viehwaggon-verfrachtet, man uns abgescho´m;

     Arm mit weißer Binde, war zum Spott und Hohn.|

 

3.  Diese Schmach hat unser´n Eltern weh getan.

     Sorgenvoll sie in die fremde Zukunft sah´n.

    |Auch in deutschen Ländern, Westen oder Ost,
     waren nach dem Kriege Not und Armut groß.|

 

4.  Stark im Glauben und mit festem Gottvertrau´n

     taten wir uns eine neue Heimat bau´n.

    |Und den Tschechen wünschten wir noch recht viel Glück.

     Vielleicht denken sie einmal daran zurück.|

 

5.  Uns´re alte Heimat dürfen wir jetzt seh´n.

     Auch im Muldental entlang spazieren geh´n.

    |Vieles ist verschwunden, Dörfer stehn nicht mehr.

     Häuser abgerissen, Gegend öd und leer.|

 

6.  Wilde Sträucher wachsen heut´auf Berg und Hang.

     Nur die "Absch´n"* stehn noch treu am Wegesrand.

    |Hüten auch die Orte, wo wir einst als Kind

     mit Gefährten spielten und geboren sind.|

 

7.  Gras ist nun gewachsen über manche Wund.

     Tschechen Wunsch war auch Europas neuer Bund.

    |Wir als Deutsche sagen, auch als Christenpflicht:

     "Ihnen sei verziehen, doch vergessen nicht".|

 

Text: Norbert Glöckner, 2006

Uraufführung: ***, 2006

 

* Ebereschen